Sobald du in Bacharach aus dem Zug steigst, führt ein kurzer Weg unter Reben und entlang alter Mauern in die Altstadt. Fachwerkfronten lehnen sich aneinander, kleine Plätze öffnen sich wie Bühnen. Die Reben darüber tragen derzeit unscheinbare Blüten, doch ihr Duft begleitet dich, während du Schildern zur Burg folgst. Setz dich an den Brunnen, schau zurück zum Gleis und spüre, wie die Zeit weicher schwingt, während ferne Räder im Takt über die Schwellen singen.
In St. Goar hallt der breite Strom zwischen Felswänden, und die Loreley wacht als steinerne Silhouette. Vom Bahnhof sind es nur Minuten bis zum Wasser, wo Fähren kreuzen und Rebenhänge steigen. Wenn die Weinberge blühen, kitzelt ein feiner Duft, während über dir vereinzelt Schwalben schneiden. Auf der Bank am Ufer hörst du Züge kommen und gehen, eine ruhige Gewissheit, dass Reise und Ankunft hier ein und dieselbe Geste sein dürfen.
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